Spielbericht: Union – Königsspringer II

Als sich die ersten Unioner bei schauerlichem Wetter am Hamburg-Haus einfanden, wurden sie erst mal mit einem Schlüsselproblem konfrontiert – wir hatten einfach keinen. Nachdem die dicke-Backen-Phase überwunden war, kriegte Gerrit doch noch den Hausmeister aus der Wohnung geklingelt, der uns dann dankenswerterweise einließ, so dass das Heimspiel gegen die Königsspringer doch rechtzeitig beginnen konnte.
Für Holger H. an vier und besonders Martin an sechs allerdings dann doch verspätet, da ihre Gegner noch nicht da waren.
Für Lutz war es gegen Michael Wolter dann aber auch ziemlich schnell schon wieder vorbei, da er sich im frühen Mittelspiel irgendwie verheddert hatte. Schon also 0-1. Dumm gelaufen…
Dann folgte erst mal eine Weile das übliche Kneten und Treten bis als nächstes Detlevs Remis amtlich wurde. Er hat seinem Gegner Max Hort sowie sich selbst im Nachhinein ein weitgehend fehlerfreies Spiel attestiert – vorhin belehrte mich Fritz (dieser unsympathische Klugscheißer) dann eines Besseren, da Max einen dicken taktischen Aussetzer hatte, den Detlev jedoch leider übersah.
Das einzige, was ich an Holger Henrichs Partie gegen Alexander Spät auszusetzen habe, ist seine schwer decodierbare Handschrift. Spielerisch war das stark und bescherte uns den vollen Punkt zum 1,5-1,5.
Die genaue Reihenfolge der darauf folgenden Entscheidungen krieg ich nicht mehr zusammen: Andreas hatte schon stärkere Tage als den gestern gegen Jochen Cremer, der seinen Part recht souverän herunter spielte. Also 1,5-2,5…
Nicht wirklich mehr gelang Gerrit, der es an Brett Uno mit Steffen Dettmann zu tun hatte. Ich habe von der Partie nicht besonders viel mitbekommen, daher hier nur das unschöne Resultat zum 1,5-3,5.
Baldur Schröter fühlte sich nach der Partie “schon wieder etwas behumst”, da er trotz prächtig aussehender Angriffsstellung mit der Chancenverwertung haderte, während mein anfänglich eher kläglicher Gegenangriff immer mehr Fahrt aufnahm, was ihm zu viel Zeit und Zuversicht raubte.
Punkt für uns, 2,5-3,5.
Einmal mehr für dramatische Partieverläufe gut war gestern Martins Gegner Eugen Raider. Als passionierter Zeitnotjunkie kam er erst mal kräftig zu spät um dann in gewohnter Manier Material ins Feuer zu schicken. Irgendwie hatte (vielleicht nicht nur) ich Martins ganzen Punkt aber doch schon recht fest eingeplant, bis er sich dann in einem Moment taktischer Sorglosigkeit die Tante vom Brett klauen ließ. Großes Aua!
Das Remis zwischen Karin Chin und dem optisch lange leicht besser stehenden Ralf machte die 3-5 Pleite dann komplett. Ist aber auch gut möglich, dass diese Partie nie ernsthaft die Remisbreite verlassen hat.
Flankiert von der letzten etwas überraschenden Pleite gegen Pauli steht die Erste zwar immer noch auf dem fünften Platz, doch bei sich abzeichnenden drei Oberliga-Absteigern müssen wir uns eindeutig nach unten orientieren. Bei den Schachfreunden liegt beim nächsten Auswärtskampf die Hürde wirklich sehr hoch, die beiden Schlussrunden in der City Nord dürfen dann gerne mal wieder gewonnen werden!…

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