Spielbericht: Altona II – Union IV

Auftaktrunde der HMM 2024

Am 11.1.2024 begann für Union 4 in der Kreisliga B die Punktspielsaison 2024. Mancher von uns fühlte sich zudem bestimmt im falschen Film („Und täglich grüßt das Murmeltier“); denn wie schon ganz genau ein Jahr zuvor starteten wir wieder bei der zweiten Mannschaft vom Altonaer Schachklub, erneut auswärts. Neu war allerdings die Spielklasse: anstatt in der Kreisklasse nun nämlich in der Kreisliga, weil beide Teams 2023 zusammen aufstiegen. Und anstatt nur 90 konnten alle wieder auf 120 Minuten Bedenkzeit für 40 Züge zurückgreifen.

Kurzfristige Absagen kannten wir zwar ebenfalls aus der letzten Saison. Neu war die gestrige jedoch schon gleich zum Auftakt, obendrein sogar leider erst sehr kurzfristig am Spieltag und zu allem Überfluss natürlich rund zweieinhalb Stunden vor Beginn des Mannschaftskampfs.

Dies war außerdem vor allem deshalb besonders ärgerlich, weil seit Wochen feststand, dass alle neun Stammspieler gern aufgelaufen wären, aber bekanntlich nur acht erlaubt sind, so dass wir Beate als unsere Nummer 9 ergo notgedrungen zuhause lassen mussten. Sie stand zwar generell weiterhin als Ersatzspielerin parat, wollte notgedrungen trotzdem anderweitig Sport treiben. Leider konnten wir sie dann einfach nicht mehr erreichen, zumal ich inzwischen vom 1. Kapitän erfuhr, dass er keinerlei Telefonnummern von ihr hätte, nur die Emailadresse.

Jedenfalls mussten wir endlich gegen 17:30 Uhr bei unserem Jugendtraining im Hamburg-Haus nach Ersatz Ausschau halten. Sowohl unser Kollege als Coach und Kapitän Uwe Börner als auch Henry, der in Altona wohnt und somit quasi ein Heimspiel gehabt hätte, sowie Wsewolod, übrigens alle schon 2023 im Gewölbekeller auf Schatzsuche dabei, standen neben vielen weiteren Kindern und Jugendlichen aus der fünften Mannschaft spontan für die Wiederaufnahme bereit.

Nicht nur, weil Wsewolod im Gegensatz zu den beiden anderen damals nicht remisierte, sondern gewann, sondern vor allem auch aufgrund seines enormen Trainingsfleißes und zuletzt der Teilnahme an etlichen Schachturnieren, etwa dem HSK-Weihnachtsopen erst zwei Wochen zuvor, entschieden wir uns somit also spontan für den angehenden Abiturienten. Sein späteres Unentschieden am letzten Brett war schließlich aller Ehren wert und unser Mannschaftsführerglück.

Die Geschichte des Wettkampfs ist eigentlich auch schnell erzählt. Wir beiden Trainer, Kapitäne und Freunde Thomas Richter und Jörg Nielsen wurden an den Spitzenbrettern unserer Favoritenrolle gerecht und gewannen unsere Partien. „Heute ein König“ sollte in der Altonaer Königstraße durchaus ein passender Slogan und Ansporn zugleich sein, nicht nur, was das Feierabend-Bier im Anschluss betrifft. Dahinter wurden etliche Punkte geteilt. An Brett 7 setzte unserer 16-jähriger Nachwuchsmann Alexander Böttcher mit einem weiteren vollen Punkt noch ein letztes Ausrufezeichen, mein herzlicher Glückwunsch.

Überhaupt konnten wir als vermeintliche Nummer 6 unserer Staffel, gemessen am DWZ-Durchschnitt aller Stammspieler, gegen die 8 am Ende tatsächlich durch ein 5,5 : 2,5 ein entsprechend korrektes Resultat in die Tabelle eintragen und wiederholten somit nicht nur unseren Premierenerfolg aus dem Vorjahr, sondern steigerten unser Ergebnis sogar noch etwas. Selbstverständlich ist es stets zu einem solch frühen Zeitpunkt einer Saison wenig aussagekräftig. Doch gleich wieder Tabellenführer zu sein, fühlt sich gut an und ist Wasser auf die Mühlen derjenigen (Jugendlichen), die prompt vom nächsten Aufstieg träumen.

In diesem Sinne ist der erste von nur sieben Schritten in diesem Jahr getan. Der nächste dauert leider noch fast einen Monat, um dann aber zuhause gegen die im Vorwege gewettete absolute Spitzenmannschaft von Schwarz-Weiß Harburg sowieso bereits das wegweisende Spiel der Wahrheit bestreiten zu müssen.

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