4. Runde Stadtliga A: Union II – HSK V

Zur vierten Runde der Stadtliga A hatte Union II die fünfte Mannschaft vom HSK zu Gast. Die Gäste waren nahezu in Bestbesetzung am Start, d.h. unter anderem mit den starken Gebrüdern Grötzbach an den Spitzenbrettern.  Auf unserer Seite wurde dieses Mal nur ein Ersatzspieler gesucht und mit Thomas Richter auch gefunden, der als einziger Unioner eine bessere DWZ aufwies als der jeweilige HSK-Gegner, womit die Favoritenrolle eindeutig bei unseren Gästen lag.

Davon wollten wir uns aber natürlich nicht entmutigen lassen und der Kampf begann auch mit einem Erfolgserlebnis. In einem damenlosen Mittelspiel hatte ich etwas Entwicklungsvorsprung und die angenehmere Stellung. Eine Ungenauigkeit kostete meinen Gegner dann relativ rasch einen Bauern und der Versuch, aktives Gegenspiel zu erhalten, kostete bald noch einen zweiten Bauern, woraufhin mein Gegner die Waffen streckte. Anschließend konnten Fredi und Helmut jeweils einen halben Punkt beisteuern. Bei Fredis Partie schien mir das Gleichgewicht nie ernsthaft gestört zu sein, während Helmut im Mittelspiel durch einen Überseher einen Bauern verlor, dann aber genügend Gegenspiel organisieren konnte und schließlich ein Doppelturm-Endspiel erreichte, in dem er zwar immer noch einen Bauern weniger hatte, aber deutlich aktiver stand, als sein Gegner.

Der Blick auf die anderen noch laufenden Partien verhieß allerdings wenig Gutes. Am besten stand wohl unser Ersatzmann am achten Brett. Allerdings fand Thomas bei knapper werdender Zeit keinen Plan, seinen Angriff entscheidend zu verstärken und willigte daher in eine weitere Punkteteilung ein. Der Ausgleich für die Gäste fiel dann am Brett unseres Mannschaftsführers. Rolands Gegner hatte mittels eines Damenopfers seine Figuren für einen entscheidenden Königsangriff in Stellung gebracht, der Roland vor die unangenehme Wahl stellte, sich matt setzen zu lassen oder die Dame zurück zu geben und dabei entscheidend materiell ins Hintertreffen zu kommen. Roland entschied sich für letztere Möglichkeit, musste aber wenige Züge später einsehen, dass der Materialnachteil zu groß war.

Blieben also noch die drei Spitzenbretter, an denen die Unioner alle mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand kämpften. Ralfs Stellung hielt lange Zeit irgendwie taktisch noch zusammen, aber sein Gegner ließ sich auf keine taktischen Abenteuer ein, sondern verstärkte nach und nach seine Stellung, bis die schwarzen Figuren mit den Verteidigungsaufgaben überlastet waren. In Jörgs Partie spielte sich das Geschehen lange Zeit vor allem am Königsflügel ab. Allerdings standen Jörgs Figuren schlecht koordiniert, was sein Gegner nutzte, um mit einem Damenschwenk entscheidend auf dem Damenflügel einzudringen. Jörg versuchte noch das Schlachtenglück zu wenden, konnte aber am Königsflügel nicht mehr entscheidend durchbrechen. Somit war der Mannschaftskampf entschieden und der Ausgang der letzten noch laufenden Partie an Brett 2 nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Hier konnte sich Thomas, nachdem er wohl zwischenzeitlich mal auf Verlust gestanden hatte, nach einigen Ungenauigkeiten seines Gegners mit gewohnter Zähigkeit ins Remis retten.

Union Eimsb. II    3 - 5  Hamburger SK V
 11  Urban,R.      0 : 1  Grötzbach,J.  41 
 12  Jung,T.       ½ : ½  Grötzbach,D.  42 
 13  Nielsen,J.    0 : 1  Jantzen,H.    43 
 14  Leonardi,K.   1 : 0  Sechting,M.   44 
 16  Schoenenberg  ½ : ½  Elbracht,M.   45 
 17  Vehar,A.      ½ : ½  Sander,J.     46 
 18  Gehn,R.       0 : 1  Demel,S.      47 
 21  Richter,T.    ½ : ½  Elbracht,C.   50

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