Spielbericht: Union – St. Pauli III

Neue Saison, alte Freuden und Leiden…
Wieder einmal grüßte das Murmeltier und ließ uns die Landesligasaison mit einem Heimspiel gegen eine Sankt-Pauli-Truppe beginnen. Das war soweit schon mal gut, denn traditionell gewinnen wir diese Heimspiele – und das sollte gestern gegen Pauli 3 nicht anders sein. Am Ende wurde es dann doch die enge ligatypische 4½-3½ Hose, da wir den einen oder anderen Punkt liegen ließen. Aber im einzelnen:
Mehr oder weniger ausgeruht hatten sich alle Kombattanten pünktlich im Hamburg Haus eingefunden. Bei uns wurde der Ausfall von Lutz durch den Einsatz unseres Präsidenten höchstselbst ausgeglichen, bei den Paulianern fehlte das etatmäßige Brett 7.

Zuerst beendet wurde das Geknete an Brett 1, wo Thorsten darauf verzichtete, den alten Kollegen übermäßig weh zu tun und alsdann der wohlbekannte Friedenspfeifenrauch aufstieg.

Bei Holger waren so einige Gegnerbauern weit vorgeprescht – allerdings nicht auf der Seite von Holgers König, sondern dem eigenen… und mit dem kannte Holger dann kein Erbarmen. Mehr als einmal musste er sich lediglich zwischen mehreren zumindest verlockend aussehenden Zügen entscheiden, und am Schluss dieser ganzen Entscheidungen stand die 1½-½ Führung für Union.

Ralf Adloff steuerte anschließend ein ruhiges Remis bei, bei dem keine Seite wirklich etwas anbrennen ließ.

Andreas hatte zwar die Eröffnung irgendwie nicht so richtig hingekriegt, aber an guten Tagen schert ihn nicht einmal das. Und gestern war ein guter Tag, wenn auch nicht für seinen Gegner Carsten Kluth. 3-1 für uns zur “Halbzeit”, das sah doch gut aus…

Und beim Luschern über die Bretter entdeckte ich weitere Unioner mit Stellungen, die was her gaben, jedoch keine, die mir nicht gefiel.
Doch das änderte sich! Zumindest bei Ralf Urban, auf den ich ausgangs der Eröffnung noch mein Holzbein verwettet hätte. Aber wie das so geht, wenn der Trend der Partie sich einmal gegen dich gewandt hat, geht der Punkt am Ende an den Gast – und es steht nur noch 3-2.

Ich hatte irgendwann nach etwas fragwürdigem Angriffsspiel und ebenso fragwürdiger Verteidigung meines Gegenübers eine dieser Stellungen auf dem Brett, bei denen jeder sofort spürt, dass da was geht… Nur wie? – Die genaue Abwicklung zum Sieg zu finden war mir, zudem bei knapp werdender Zeit, leider nicht vergönnt und die ganze Geschichte versandete im Remis.

Preiset den Namen unseres Präsidenten! Mit einem feinen Springereinstieg bahnte er sich den Weg zum vollen Punkt und damit zum Mannschaftssieg. Eine feine Energieleistung von Karlheinz!

Gerrit gedachte das Ganze mit einem weiteren Punkt abzurunden, doch irgend etwas war ihm bei seiner Partienotation schief gelaufen… kurz: er hatte tatsächlich erst 39 Züge gemacht, als er über die Uhr ging, und nicht 40, wie er gedacht hatte! Bitter, dass ihm so die ganze tolle Stellung, die er sich erarbeitet hatte, nichts mehr nützte.

Am Schluss also “nur” 4½-3½. Aber was soll´s, die ersten zwei Mannschaftspunkte sind in der Tüte! Union!!!!

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