Spielbericht: Pinneberg – Union 2

In der vierten Runde ging es für die zweite Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Pinneberg. Da wir dieses Mal nur einen Ersatzspieler benötigten und von Brett 3 abwärts an allen Brettern mehr oder weniger deutliche DWZ-Vorteile aufweisen konnten, war ich im Vorwege einigermaßen optimistisch.

Als ich nach etwa einer Stunde Spielzeit ein erstes Mal die Stellungen etwas näher in Augenschein nahm, war noch nichts entscheidendes passiert. Überall wurde fleißig nach den besten Feldern für die eigenen Figuren und geeigneten Plänen für das beginnende Mittelspiel gesucht. Allerdings hatten die meisten Unioner schon einen gewissen Bedenkzeitvorsprung zu verzeichnen, was ich mal als gutes Zeichen deutete.

Die erste entschiedene Partie, war die von Fredi, der trotz “Rücken” angereist war und auch noch Detlev mitgebracht hatte, der kurzfristig für den erkrankten Andreas eingesprungen war. Angesichts seiner nicht optimalen Verfassung unterbreitete Fredi ein frühes Remis-Angebot, welches akzeptiert wurde.

An den anderen Brettern taten sich die Unioner mit dem Pläne finden weiter schwer und einige Stellungen, inklusive meiner eigenen, gefielen mir mit zunehmender Spieldauer nicht mehr so richtig gut.

Zunächst aber gab es erstmal weitere Unentschieden bei Jörg und Detlev zu vermelden, die beide trotz längerem Lavierens keine entscheidenden Fortschritte erzielen konnten. Unserem Ersatzmann Lothar blieb es schließlich vorbehalten, den ersten ganzen Punkt des Abends einzufahren. Nachdem er in der Eröffnung schon früh keine Probleme mehr hatte, konnte er ein vorteilhaftes Läuferendspiel erreichen, das er so lange “knetete”, bis er mit seinem König entscheidend in die gegnerische Stellung eindringen konnte. Wenig später steuerte Erich in einer Stellung mit reduziertem Material und ungleichfarbigen Läufern einen weiteren halben Punkt bei.

Somit blieben noch die Begegnungen an den drei Spitzenbrettern übrig. Thomas stand etwas passiv und hatte zudem mit Felderschwächen rund um seinen König zu kämpfen. Mit bekannt umsichtiger und zäher Verteidigung konnte er aber letztlich erfolgreich den Remis-Hafen ansteuern. Wie bereits erwähnt, gefiel mir meine eigene Stellung zwischenzeitlich (vermutlich zurecht) nicht besonders gut, aber es gelang mir doch immer wieder neue Verteidigungs-Ideen zu finden, was dazu führte, dass mein Gegner ziemlich viel Zeit verbrauchte. Als sich in Zeitnot einige Ungenauigkeiten einschlichen, kippte die Partie zu meinen Gunsten und schließlich überschritt mein Gegner im 35. Zug die Zeit. Zuletzt endete dann noch die Partie von Martin mit einem Remis, nachdem Martin lange Zeit einige Mühe hatte, seine Stellung zusammenzuhalten.

Somit stand am Ende ein etwas mühsamer und vielleicht auch etwas glücklicher 5:3-Sieg, der wohl am ehesten in die Kategorie “Arbeitssieg” einzuordnen ist.

Karlheinz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.