Spielbericht: Königsspringer II – Union

Mit dem üblichen knappsten aller Resultate endete gestern unser Gastspiel in Schnelsen mit dem Ende aller Ambitionen für höhere Aufgaben.
Anders als zuletzt diesmal als 6-2 DWZ-Favorit angereist und wieder in Stammformation hatten wir uns bei den bislang diese Saison noch nicht so stark aufspielenden Königsspringern durchaus etwas versprochen, doch leider…
Pünktlich hatten sich die Kombattanten in leicht verschneiten Hamburger Nordwesten eingefunden. Leise rieselte der Schnee und ruhig und konzentriert gingen sowohl die parallel spielenden Oberligisten als auch wir zu Werke, nicht einmal, wie sonst mal, abgelenkt durch ein nebenan stattfindendes Fußballspiel.
Nach drei bis vier Stunden des Knetens und Tretens liefen in rascher Folge vier Remisen ein: Lutz, der gegen die leicht unkonventionelle Eröffnung von A. Hloskovsky irgendwie kein gewinnverheißendes Gegenspiel fand genauso wie Ralf A, bei dem nach kurzem Infight in der Eröffnungsphase die Luft gegen C. Conrad bald raus war.


Ein ungenauer Zug reichte, und mein Minivorteil gegen Marcus Möhrmann war auch schon wieder verflogen und die dritte Punkteteilung des Tages war amtlich.

Etwas anders dagegen der Spielverlauf der Partie von Ralf U. Kontrahent Baldur Schroeter hatte recht tollkühn die Dame für zwei Figuren plus unübersichtliche Stellung gegeben. Fritz lacht über so was, aber wir armen Sterblichen verheddern uns im Dickicht – so auch Ralf, der schließlich Baldurs Dauerschach nicht mehr ausweichen konnte. Wieder Remis, Halbzeit 2-2.

Meine kurze (und schlampige) Einschätzung der vier verbleibenden Partien: Thorsten unklar, Andreas eher hinten, Gerrit leicht vorn, Holger sieht gut aus…
Tatsächlich erwischte es Andreas dann auch: er hatte einen Bauern für etwas Spiel gegeben, den Schachfreund Wolter einfach nicht mehr rausrückte, sondern zum Gewinnen nutzte… 2-3

Dann konnte Holger mit der überzeugendsten Unioner Performance den Ausgleich herstellen und gegen Marc Lohse den ganzen Punkt einfahren.

Leider jedoch war bei Thorsten inzwischen irgend etwas schief gelaufen und Gerrits Vorteil gegen Jochen Cremer minimierte sich zusehends. Kurz bevor die beiden sich dann ins Dauerschach flüchteten/retteten, bescheinigt die böse Engine Gerrit sogar mal eine glatte Verluststellung…aber was soll´s, 3½-3½.

Blöd nur, dass Thorsten mit dem Mute der Verzweiflung lediglich noch etwas rumstänkern, Herrn Dr. Wagner aber nicht mehr ernsthaft gefährden konnte.

Als dann also die achte und letzte Uhr abgestellt wurde, stand somit das undankbare 3½-4½ zu Buche.
Insgesamt tendiere ich zu der (gewiss ketzerischen) Aussage, dass die Niederlage aber in Ordnung geht, da insgesamt gestern die letzten paar Prozentpunkte gefehlt haben. So selbstkritisch muss ich an dieser Stelle mal sein, zumal ich am Donnerstag die Vierte noch für ihr 3½-4½ bepöbelt habe… (völlig zu Recht natürlich)
Nun stehen wir mit 6/6 leicht unter dem Soll und ein paar Mannschaftspunkte dürfen es, bei der Ausgeglichenheit der Liga, noch sein, um aufkommende Abstiegsgespenster beizeiten aus dem Saal zu verweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.